La sixième semaine

Jetzt habe ich euch aber mal richtig lange warten lassen! ‚tschuldigung, war letzte Woche aber auch schwer unterwegs! Wie packe ich das denn jetzt alles hier rein,ohne euch zu verwirren?

Am besten ist’s wohl, wenn ihr mich chronologisch durch meine Woche begleitet:

Am Montag war ich natürlich in der Schule. Es war eine Freude Chef Tranchant zuzuschauen wie er ein kleines Tartelette nach dem anderen für uns aus dem Hut zauberte. Die kleinen Schönheiten könnt ihr hier bewundern.

DSCI3390 (Kopie)Es gab Tartelettes au chocolat, Tartelettes à l’orange…DSCI3388 (Kopie)Tartelettes au citron, tartelettes aux poires bourdaloue, Les Amandines und Tartelettes bretonnes à l’abricot! Also ein Festival des Tartelettes!

DSCI3389 (Kopie)Die „Festival-„Stimmung verging uns am Nachmittag, denn nun waren wir an der Reihe! Aber es ging alles gut! Meine Orangen- und Schokoladen-Tartelette sind die ganz links:

DSCI3394 (Kopie)Und hier nochmal in ihrer vollen Schönheit! Aber wie ihr wisst, kommt es ja nicht auf Äußerlichkeiten an sondern auf die inneren Werte. Und ich kann euch sagen, die waren genau richtig und hielten sich bis Donnerstag!

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Am Dienstag ging dann die gesamte Klasse an Bord! Eine Bootsfahrt auf der Seine stand an! Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit, aber davon ließen wir uns die Laune nicht verderben. Es gab etwas zu essen und ordentlich Weinchen!  Hier seht ihr mich, Irene, Luz und Jacqueline:

DSCI3398 (Kopie)Und hier sind die Schul-Mama (kann mir ihren Namen nie merken, aber sie ist zu jedem sehr lieb und ist immer besorgt ums Wohlergehen der Anderen), Felipe (unser 19-jähriger Bolivianer, den das Benutzen einer Waschmaschine vor ein Rätsel stellte) und nochmals Jacqueline.

DSCI3400 (Kopie)Nicht nur der Wein, sondern auch unsere Lästereien sorgten bei uns für Heiterkeit!

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Nach zwei Stunden gingen wir dann auch schon wieder an Land. Und da Luz, Irene und ich noch keine Lust hatten nach Hause zu gehen, gabs noch einen Einkehrschwung in unserer Lieblings-Patisserie!

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Da das Wetter am Mittwoch immernoch sehr durchwachsen war entschied ich mich dafür ins Musee d’Orsay zu gehen. Leider gibts keine Fotos von innen. Fotografieren verboten…

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Nach gut fünf Stunden machte ich mich wieder auf den Heimweg und nahm mal wieder ein Bild von einer Straßenlaterne mit. Die sind aber auch zu schön hier!DSCI3408 (Kopie)

Donnerstag habe ich zum ersten mal Besuch in meiner bescheidenen Kemenate empfangen. Zur „Lerngruppe“! Nach einigen Stunden sehr intensiven Studierens beschlossen Irene und ich, daß man erlerntes Wissen nur mit mehreren Gläsern Wein und einem guten Essen festigen kann. Zuerst besuchten wir eine sehr hübsche kleine Weinbar um uns anschließend an einem 3-Gänge-Menü in einem typisch französischen Bistrot zu laben. Ich hatte baskischen Blutpudding, Kaninchen und Creme Caramel. HHmmm, gerne wieder!

Freitag hatte der Lenz dann ein Ende! Zuerst demonstrierte uns unser Chef Cotte ( ganz erholt nach seinem Urlaub und dafür umso lauter) wie wir unsere Tarte meringuée aux poires caramelisées (Tarte mit karamelisierten Birnen und Baiser) herzustellen haben. Dazu gab es noch Barquettes au miel (kleine Tartes mit einer Füllung aus Mandeln und Honig). Leider habe ich seine Birnentarte nicht fotografiert, aber manchmal ist mir das Gewühle am Präsentationstisch einfach zu anstrengend. Foto0397 (2) (Kopie)Foto0398 (Kopie)

Dafür könnt ihr hier meine Tarte bewundern, die ich gleich im Anschluss backen durfte. Die vom Chef sah jetzt nich soooo viel anders aus !-))

 

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Zwei Drittel meiner Tarte überließ ich Luz zu treuen Händen. Ich denke, daß sie auf ihrer Party besser aufgehoben war als in meinem Bauch, der schon beträchtlich an Umfang zugelegt hat.Foto0400 (Kopie)

Samstag habe ich mit voller Absicht das Haus ohne Frühstück verlassen! Denn es war endlich soweit: Croissants- und Brioche-Demo! Neben der Eclair-Demo die auf die ich mich am meisten gefreut habe! Da es sich hierbei aber um ein sehr komplexes Thema handelt gabs gleich ’ne Doppel-Demo. Das heißt ca. sechs Stunden sitzen, zuhören, zusehen, mitschreiben und vor allem verkosten. Obwohl man in unserem Fall nicht mehr von verkosten reden kann. Wir haben alles aufgefuttert! Es war einfach zu gut!DSCI3410 (2) (Kopie)

                                                                     CrossiantsDSCI3412 (2) (Kopie)

  Oranais und Moulins aux cerises                                                                  DSCI3413 (2) (Kopie)

Pains aux raisinsDSCI3414 (2) (Kopie)

Pains au chocolateDSCI3416 (2) (Kopie)

Brioches, KouglofDSCI3417 (Kopie)

Chef Cotte hatte für die ganze Vorstellung ’ne Babybadewanne voll Hefeteig vorbereitet, der fünfundvierzig Eier enthielt! Nur um euch mal die Mengenverhältnisse zu verdeutlichen!DSCI3418 (2) (Kopie) DSCI3419 (Kopie)

Um die ganzen angefressenen Kalorien wieder loszuwerden sind Irene und ich am Sonntag zum Chateau Chantilly gefahren. Das liegt ca. eine dreiviertel Zugstunde nördlich von Paris. Und hier wurde die berühmte Creme Chantilly erfunden. Die nichts anderes ist als Schlagsahne mit Puderzucker und Vanille! Es war sehr schön mal aus dem Großstadttrubel zu entfliehen und ein bißchen das Gefühl von Weite und frischer Luft zu genießen. Denn aufgrund der Größe des Anwesens verlaufen sich auch die Touristenscharen ein wenig.

Das hier ist der „Stall“ nicht etwa das Schloß!

 

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Das ist das Schloß!

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Laterne, was sonst!

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Eine wunderschöne Bibliothek gibts hier auch.

 

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Heute Sondervorstellung, verpassen Sie nicht: Ente versus großer Fisch! Wer schnappt das Brot…

 

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Und natürlich wollten wir die berühmte Creme Chantilly probieren. Deswegen waren wir ja eigentlich hier! Aber bei 11,80 Euro ( in Worten elf euro achtzig) für ein Stück Erdbeertorte mit Schlagsahne mussten wir leider dankend ablehen! So leid es uns auch tat! Wir beließen es bei einem Kaffee mit einem winzigen Klecks Sahne. Und? Sie war süß punkt.

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Und heute, am Montag ging der Ernst des Lebens wieder los. Naja, fast. Ich saß an der Seine in der Sonne. Allerdings in Begleitung meiner mittlerweile fast einhundert!, selbstgeschriebenen Lernkarten! Denn morgen in einer Woche habe ich schon meine schriftliche Prüfung!DSCI3489 (Kopie)

Und weil ich sooo fleißig war gab es eine kleine Belohnung bei Dehillerin! Ihr erinnert Euch? Der Laden mit den allerbesten Backutensilien!DSCI3478 (2) (Kopie) DSCI3483 (2) (Kopie) DSCI3486 (2) (Kopie)Man gönnt sich ja sonst nichts!

In diesem Sinne: gönnt Euch mal was!

A bientôt
Eure Steffi
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9 Kommentare zu “La sixième semaine

  1. Puh, was für‘ ne Woche! Die Tartelettes sehen zum anbeißen aus, die will ich auch! Ja, wie auch alle anderen 😉 was stellt man sich denn unter einem Blutpudding vor?
    Das Schlösschen vom Sonntagsausflug war auch wieder sehr imposant. Aber wer hat denn nun das Brot erwischt? Der Fisch oder die Ente? 🙂

    • also, die fische waren eigentlich in der überzahl (irene fing schon an übers abendessen zu philosophieren) und waren eindeutig im vorteil, aber anscheinend waren die auch blind und schwammen immer mit offenem maul dezent am brot vorbei (oli, sind fische blind?) die erklärung für’n blutpudding s.u. ich fand die tartelettes auch zu schön, deswegen gabs ja auch gleich sechs kleine tarte-ringe !-))
      leider hat sich das schöne wetter schon wieder erledigt, regnet schon wieder…

  2. Guten morgen Steffi !
    Danke fuer deinen umfassenden Bericht! Hast ja ganz schön viel erlebt!
    Auch ich moechte Kristins Frage beantwortet haben:wasist ein Blutpudding ? Hoert sich fast so an wie „Blutkloesschensuppe“vom Michel aus Loenneberga !! Ansonsten waren deine Fotos wieder zum anbeissen ! Mir laeuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen !
    LG PuM

    • na das war eher so wie feste, gröbere blutwurst (also die die es bei uns zu hause gibt, nicht die olle mit den augen für aufs brot). davon gab es drei häufchen mit einer rotebetereduktion, rote bete-und pastinaken-chips. nix für dich, aber sehr lecker

  3. Huhu Steffi,
    was für eine volle Woche. 😉 Ich fand ja die Crossiants toll, habe schon immer mal überlegt, ob man (oder eher Nadine) die selber herstellen kann. Wäre das praktikabel für ein Sonntagsfrühstück?
    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Freude und kann gar nicht glauben, dass du schon bei Prüfungen angelangt bist. Ich drück dir natürlich alle Daumen und dich drück ich auch.
    Deine Nadine

    • also die nadine könnte die bestimmt selber herstellen. zuerst stellst du einen hefeteig her. nachdem der ordentlich aufgegangen ist, rollst du den aus. nimmst deine „beurre sec“, (butter mit geringem wasseranteil, die du vorher in frankreich in einem laden für berufsbäcker gekauft hast) und arbeitest die butter in den hefeteig ein. lässt ihn gehen, tourierst ihn ein zweites mal (http://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%A4tterteig#Tourieren), lässt ihn gehen, tourierst ihn ein drittes mal. nachdem er wieder schön gegangen ist, rollst du deinen teig aus, schneidest dir dreiecke aus, die du dann vom breiten ende her aufrollst. bepinselts deine croissants mit eigelb, läßt die erste schicht trocknen, nach einer zweiten schicht kommen die croissants dann in den ofen. ich nehme an, daß es dann cirka 16.00 uhr ist und somit zu spät für’n frühstück!-))))
      Kannst aber auch einfach fertigen blätterteig nehmen, obwohl das ergebnis wahrscheinlich nicht das selbe ist. dann dauerts nur 10 minuten.
      morgen, am mittwoch bin ich dran mit croissants und brioche, das wird ’ne wucht!
      ich kann auch nicht glaube, daß nächste woche schon die erste prüfung ist. versuche aber die mir verbleibende zeit zu genießen. vielen dank fürs daumen drücken, kann ich gut gebrauchen! drück dich auch ganz fest, deine steffi

  4. Liebe Steffi! Es ist immer wieder sehr erfrischend von dir ein update zu bekommen – ganz zu schweigen davon dass man vor dem Schirm sitzt u. ununterbrochen sabbert wegen all dieser wunderbaren Köstlichkeiten!!! Brioche- hab ich auch schon ein paar mal versucht mit unterschiedlichem Erfolg. Was ist das Geheimnis? Ole liebt diese Teilchen! Und das Rezept fuer die Croissants werde ich auch ausprobieren – muss bloss noch schnell mal beim Bäckerspezialbedarf vorbeihuschen um die Spezialbutter zu kaufen- sind blosz so ca. 2000km, hi, hi.
    Kjempe klem aus dem z.Z. verregneten Norden
    Beatrice

  5. Ja, ich will mir etwas gönnen. War heute in deiner Wohnung, hatte die leise Hoffnung dort ein paar frisch gebackene Teilchen zu finden.
    Naja, man kann ja mal träumen. Auf jeden Fall ist alles klar in Potsdam, kannst also Teil 2 des Kurses doch noch anschließen. Na, wie wäre das?
    Übrigens, es gilt für alle Bilder, das „Teilchen“ ganz links sieht immer am leckersten aus…
    Heike (P)

  6. Na, da hat sich das warten für uns gelohnt! Es war eine Wonne all deine Teilchen zu zu sehen und ich hab natürlich auch versucht mir vorzustellen, wie sie schmecken. Ist leider nur im Ansatz gelungen😣. Wenn du zurück bist, werde ich dir Löcher in den Bauch fragen und dann hoffentlich auch Nutznießer deiner Erfahrungen sein.
    LG veronika

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