Le dix-neuvième, vingtième, vingt et unième et vingt-deuxième jour

Geht jetzt wirklich schon meine dritte Woche zu Ende? Ich befürchte schon… Dabei habe ich noch nicht mal einen Bruchteil von dem gemacht was ich mir vorgenommen habe! Es stehen noch tausend Dinge auf meiner Liste…

Sagt mal, blüht zu Hause auch schon der Flieder? Und gibts schon Rhabarber?

Was kostet Toilettenpapier bei uns?  Habe tatsächlich 2,60 für 6 Rollen bezahlt!  Zum Anfang habe ich alle Kassenbons aufgehoben, um einen Überblick über meine Ausgaben zu haben. Mittlerweile habe ich’s aufgegeben, das würde mich nur in eine tiefe finanzielle Depression stürzen.

In Depressionen kan einen auch die riesige soziale Schere hier in Paris stürzen.  Neulich bin ich nach der Schule über die Rue Saint Honorè geschlendert, dort wo die großen Designer ihre Läden haben und wo Sicherheitspersonal vor den Juwelieren wachen. Alles ist so sauber, alles duftet und die Menschen sind schön. Aber nach nur zwanzig Minuten Fußweg in Richtung Normalität sieht man wieder die Menschen die nicht gut riechen, die vor den Bäckereien sitzen und auf ein Stück Brot oder ein paar Cent hoffen, die auf Kartons auf den Gehwegen und in den Metrogängen schlafen.  Das stimmt sehr traurig, gehört aber wahrscheinlich zum Leben in einer Metropole dazu.

Diese Woche war recht unspektakulär. Natürlich abgesehen vom Blätterteig. Gestern war der Gateau Basque dran, ein Butterkuchen mit einer Füllung aus Creme Patissiere und Schnaps-Kirschen! Kristin und Olli können sich vielleicht noch an das Desaster im letzten Sommer erinnern. Das war jetzt nicht soo lecker. Allerdings muss ich sagen, daß der, selbst wenn man ihn richtig macht, auch nicht so dolle ist!  Ich hoffe, einfach nur, daß ich diesen Kleister-Scheiß nicht als Prüfungskuchen ziehe! Stellt euch vor ihr müsstet Kartoffelbrei ausrollen, ihn um ein Nudelholz wickeln und das Ganze dann in eine Ringform ohne Boden bringen. Viel Spaß!

Spaß machte allerdings die praktische Übung zum Kuchen. Diesmal hatten wir Chef Quéré, bei dem hatten wir schon mehrere Demonstrationen. Die Theorie bei ihm mag ich sehr gerne, da er einer der Chefs ist, der alles sehr gut erklärt, auch gerne zwei oder dreimal. Nun hatte Irene letzte Woche bei im eine Praxis und war schlichtweg entsetzt. Morgens um halb neun wurde gebrüllt was das Zeug hält, an allem rumgemeckert. Sein Ruf eilete ihm also voraus. Dementsprechend war die Stimmung in unserer Gruppe als wir ihn in unserer Küche sahen.  Vielleicht lags daran, daß gestern Freitag war und dann selbst der chefigste Chef in Feierabendstimmung ist. Kein lautes Wort, keine harsche Kritik! Nachdem ich kurzeitig am Kleister-Teig verzweifelte, half er mir, gab mir noch ein paar Tipps und, klar, knuddelte mich mit den Worten:“ You are amazing! Do you know that?“  Ich bin mir natürlich darüber im Klaren, daß „amazing“ verschiedene Bedeutungen hat. Habe mich für „einmalig“ und  „fanatstisch“ entschieden und nicht für „verwunderlich“!  Aber warum knuddeln die mich ständig? Wirke ich so schutzbedürftig, verhuscht und „knuddelig“? Naja, besser als angeschrien zu werden!

Chef schien mit dem Ergebnis recht zufrieden gewesen zu sein:

DSCI3075 (Kopie)

Leider ist die hübsche diamantmuster Deko etwas verlaufen, war wohl zu viel Eierglasur. Umso länger ich ihn angucke, umso misslungerner finde ich ihn…DSCI3078 (Kopie)

So sieht das Innenleben aus, ne olle Matschepampe!

Heute am Samstag gehe ich mit Irene und Luz auf ein Food-Festival an der Seine! Bin mal sehr gepannt, was uns da so erwartet! Hoffentlich ’ne Menge gutes Essen und vielleicht das ein oder andere Bier!

Ich werde berichten!

à bientôt
THE AMAZING STEFFI
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3 Kommentare zu “Le dix-neuvième, vingtième, vingt et unième et vingt-deuxième jour

  1. Hallo unsere einzigartige Steffi, wir wussten es schon immer, dass du amazing bist, schon 36 Jahre !!! Na ja, fast… ! So eine etwas ruhigere Woche ist ja auch nicht verkehrt,es wird noch anders kommen .
    Ja, hier faengt der Fliederschon an zu bluehen und Rhabarber gibts es auch schon,die Forsythien sind verblueht und fast alle Baeume sind gruen.
    Aber dein Kuchen sieht ja gut aus,aber Schnapskirschen mag ich ja auch nicht,Papa vielleicht schon ! Der naechste Kuchen wird dir wieder besser schmecken !
    Machs gut ! PuM

  2. Food Festival? Hättest du deine Unternehmung vielleicht von einer Futter-Zeitschrift sponsern lassen sollen? Aber vielleicht gibt’s da ja auch mal richtiges essen so ohne Zucker und so. 😉

  3. Liebe Steffi,
    der Eifelturm ist angekommen 🙂 Aller herzlichstes Dankeschön, er verziert schon den Kühlschrank…
    Grüßle von mir

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