Le huitième jour…

…war in der Küche ein voller Erfolg!

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Also ich will ja nicht angeben, ABER Chef Cotte hat mich übern grünen Klee gelobt! Er hat einmal gepfiffen und dann gabs das hier:

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HiHi nee, nicht wirklich! Aber ich bin sooooooo stolz!

Zuerst habe ich den Teig hergestellt und habe ihn dann wirklich ratzfatz, nahezu mühelos in den Tart-Ring bugsiert. Ordentlich den Rand ausgearbeitet und mit einer Pinzette (zugegebenermaßen ne Fischgrätenpinzette) hübsch dekoriert. Als ich damit fertig war gabs schon das erste „Tres bien!“ und ein High-Five vom Chef mit dem Kommentar, daß ich das doch wohl nicht zum ersten Mal mache. Habe ihm dann von meinen Versuchen daheim erzählt und bin gleichmal ein paar Fragen losgeworden (die liebe Luz hat schön für mich übersetzt). Dann habe ich das Apfelkompott angesetzt, nebenher noch die Küche aufgeräumt (war ja immer noch Klassendienst) und Äpfel für die Deko geschnitten. Beim Dekorieren gab mir Le Chef noch ein paar wichtige Hinweise und sagte: „Tres bien!“  Bißchen Butter drauf, bißchen braunen Zucker und ab in den Ofen.

Hier verrate ich euch ein Geheimnis: Ich habe nicht auf die Uhr geguckt!!! Das darf mir nie nie nie wieder passieren! Sagt’s keinem weiter, ich habe es auch niemandem erzählt! Chef Walter war zwar am Mittwoch der Meinung, ein Patissier braucht keine Uhr, aber da bin ich mir nicht so sicher….

Während die Goldstücke im Ofen waren, wurde gemeinsam Ordnung gemacht und ein bißchen mit dem Chef rumgealbert. Spätestens als er mich umarmte und irgendwas von seinen Töchtern erzählt, wusste ich, daß er der zweite Chef ist vor dem man keine Angst haben muß! Obwohl er zwischndurch immer mal wieder blicken ließ, daß er auch anders kann! Ein paar Mitschüler taten mir echt leid! Aber mein nächsten Mal kann’s auch mich treffen…

Dann war’s soweit! Jeder holte seine Tarte aus dem Ofen, was mir gleich die erste kleine Brandwunde einbrachte. Und dann geschah etwas sehr, sehr, sehr ärgerliches! Beim Abnehmen des Tarte-Ringes blieb ne kleine Ecke vom Rand hängen! Ich glaube, Chef Cotte hat sich mit mir geärgert, denn in der Prüfung wären es tatsächlich „0“ Punkte! Alles andere war nahezu perfekt! Hätte mir am liebsten mit meiner Fischgrätenzange jedes Haar einzeln gerauft!

Als alle Tartes auf der Arbeitsplatte standen wurde jede einzelne Arbeit beurteilt. Meine war die Erste. Und er hat ALLES gelobt, wenn nur diese blöde, blöde Ecke nicht gewesen wäre. Insgesamt wurden von den vierzehn Tartes nur DREI als gelungen betrachtet! YES! Die anderen waren in den Augen des Chefs „la catastrophe„!

Ich war doch sehr erleichtert, als ich endlich aus der Küche kam.Es war wahnsinnig stressig und ich hatte das Gefühl, drei Stunden lang die Luft angehalten zu haben. Und das war erst der Anfang!

So, und jetzt sitze ich hier mit einer Tarte aux Pommes! Die gibts morgen zum Frühstück und zum Mittag und zum Abendbrot! Wie gerne würde ich sie mit Euch teilen!

Morgen ist Sonntag, da gibts auch schon einen Plan. Aber das erzähle ich morgen…

A bientôt

Eure glückliche, stolze und todmüde Steffi

 

 

 

 

 

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8 Kommentare zu “Le huitième jour…

  1. Gut gemacht, herzlichen Glückwunsch! Die Ecke war aber auch winzig. Klappt beim nächsten mal besser. Du wirst dir bestimmt noch alle Chefs um den kleinen Finger wickeln.

  2. Hallo unsere steffi !
    Also wir sind auch total stolz auf dich und wir wussten auch,dass du das alles kannst !! Und so ein lob von le chef tut ja auch so gut ! Dann lass dir deine tarte schmecken und schlaf gut und traeume schoen !
    Wir wuenschen dir einen tollen sonnigen Sonntag und druecken dich ganz doll ! Kuss ! PuM

  3. … dir ist schon klar, dass du alle Kuchen zu Hause noch mal backen mußt, damit wir auch kosten können, oder? Sieht köstlich aus 🙂

  4. Mir lief das Wasser im Mund zusammen und deine Berichte erfreuen mein Herz. Mach weiter so. Liebe Grüße von Mamas veronika!

  5. Hallo Steffi, ich bin jetzt auch in deinem Block drin und habe mit großem Vergnügen deine erste Berichte gelesen!
    Die Torten sehen wirklich sehr lecker aus und du scheinst echt eine Begabung dafür zu haben.
    Viel Erfolg weiterhin bei les chefs und lass es dir gut gehen.
    Unser Londontrip war toll. Auch wir hatten hatten schmerzende Füße, aber haben viel gesehen und uns durch die Pubs getrunken 🙂
    Bis bald, Bettina

  6. Liebste Steffi, auch ich lese deine täglichen Erlebnisberichte mit viel Spaß und freue mich, daß du dich wohlfühlst. Ich hätte Interesse an einem wöchentlichen Keks- und Kuchenabo!
    Hau rein, Curly

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